NuOffice an der Domagkstraße

04.08.2011 - Pressemeldung: NuOffice verwirklicht Energieziele von 2100.


In der Park­stadt Schwa­bing ist der sym­bo­li­sche Spa­ten­stich für ein neues Bü­ro­ge­bäu­de mit rund 33.000 m2 Flä­che er­folgt. Die Hu­bert Haupt Im­mo­bi­li­en Hol­ding er­rich­tet hier das so ge­tauf­te Nu­Of­fice.

Von der Süd­sei­te bis in den hohen Münch­ner Nor­den - in den nächs­ten Jah­ren möch­te die Hu­bert Haupt Im­mo­bi­li­en Hol­ding in ganz Mün­chen mit ihren Pro­jek­ten Fu­ro­re ma­chen. In Ober­send­ling ent­wi­ckelt die Ge­sell­schaft ein gro­ßes Wohn­ge­biet. In der Do­mag­k­stra­ße mit­ten in der Park­stadt Schwa­bing hat sie nun den Bau eines neuen Bü­ro­ge­bäu­des an­ge­sto­ßen, wel­ches in drei Bau­ab­schnit­ten à 11.000 m2 rea­li­siert wird. Der Ge­bäu­de­ent­wurf stammt aus der Feder der Münch­ner Ar­chi­tek­ten des Büros Falk von Tet­ten­born und wurde in enger Ko­ope­ra­ti­on mit Prof. Gerd Hau­ser vom Fraun­ho­fer In­sti­tut für Bau­phy­sik rea­li­siert. Ent­spre­chend lie­gen die Schwer­punk­te der auf die­ser Basis ent­stan­de­nen Pla­nung auf dem Drei­klang Optik, Funk­tio­na­li­tät und En­er­gie­ef­fi­zi­enz.

So ver­folg­te das so ge­nann­te Nu­Of­fice von An­fang an den An­spruch, einer LEED-Zer­ti­fi­zie­rung in Pla­tin zu ge­nü­gen. Aus die­ser Grund­idee ist im Laufe der Pla­nung ein Bau­vor­ha­ben ge­wor­den, das weit hö­he­re An­sprü­che über­trifft. „Unter an­de­rem haben wir uns die Er­rei­chung der En­er­gie­zie­le der 2.000-Watt-Ge­sell­schaft für die Er­stel­lung und den Be­trieb un­se­rer Ge­bäu­de vor­ge­nom­men“, er­klärt Hu­bert Haupt, In­ha­ber der Hu­bert Haupt Im­mo­bi­li­en Hol­ding (siehe den Ar­ti­kel „Im­mo­bi­li­en in der 2.000-Watt-Ge­sell­schaft“, IZ 30/11). Diese Ziele ent­spre­chen einem en­er­gie­po­li­ti­schen Mo­dell, das an der ETH Zü­rich ent­wi­ckelt wurde. In punc­to Pri­mär­ener­gie­be­darf, An­teil der nicht er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en und CO2-Aus­stoß geht das Nu­Of­fice sogar wei­ter als die 2.000-Watt-Ge­sell­schaft. So be­trägt der End­ener­gie­be­darf, je­weils in kWh/m²a be­rech­net, für die Hei­zung: 22,19, die Küh­lung 6,92, die Be­lüf­tung 5,71 und die Be­leuch­tung 19,63.

Um diese Vor­ga­ben zu er­rei­chen, wird das Bau­werk in Pas­siv­haus­qua­li­tät ge­dämmt und mit Dreischei­ben-Iso­lier­ver­gla­sung aus­ge­stat­tet. Es nutzt Grund­was­ser zum Hei­zen und Küh­len, ar­bei­tet mit Be­ton­kern­ak­ti­vie­rung und ver­fügt über ein in­tel­li­gen­tes Licht-, Lüf­tungs- und Kühl­kon­zept, das den Strom­ver­brauch re­du­ziert. Jener Strom wird wie­der­um über eine Fo­to­vol­ta­ik-An­la­ge auf dem Ge­bäu­de­dach selbst pro­du­ziert, und für die Hei­zung und Küh­lung nutzt der Neu­bau ein ei­gens für das Ob­jekt ent­wi­ckel­tes Gerät.

Ne­ben­kos­ten per Flat­rate
Um über diese bau­li­chen Mög­lich­kei­ten hin­aus den En­er­gie­ver­brauch der Im­mo­bi­lie zu mi­ni­mie­ren, hat der In­ves­tor zu­sam­men mit dem Fraun­ho­fer In­sti­tut im Vor­feld des Bau­vor­ha­bens Ge­bäu­de­si­mu­la­tio­nen durch­ge­führt. Da­durch konn­te etwa der An­teil der Fens­ter­flä­chen in Bezug auf den Wär­me­ver­lust im Win­ter und die Wär­me- bzw. Licht­aus­beu­te im Som­mer op­ti­miert wer­den. Gleich­zei­tig haben die In­ge­nieur­bü­ros BBS aus Hall­berg­moos und Graf aus Pfarr­kir­chen im Zuge ihrer Pla­nun­gen die Be­triebs­vor­gän­ge des Ge­bäu­des so kal­ku­liert, dass sie den Strom­ver­brauch auf ein Mi­ni­mum sen­ken konn­ten.

Ent­spre­chend die­ser de­tail­lier­ten Vor­pla­nung wagt Haupt nun die Ein­füh­rung einer stan­dar­di­sier­ten Me­tho­de der Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung im Nu­Of­fice und bie­tet Mie­tern eine Flat­rate an: Bis zu zehn Jahre lang sind die Kos­ten für Hei­zung, Was­ser und Strom auf 2,50 Euro je Monat und Qua­drat­me­ter fest­ge­schrie­ben. Als ers­ten Gro­ß­mie­ter hat die Im­mo­bi­li­en-Hol­ding Estée Lau­der Com­pa­nies ge­won­nen. Die deut­sche Toch­ter­ge­sell­schaft des in­ter­na­tio­na­len Be­au­ty-Kon­zerns hat knapp 5.000 m2 Bü­ro­flä­che in dem Neu­bau an­ge­mie­tet. Milon, ein An­bie­ter von chip­kar­ten­ge­steu­er­ten Trai­nings­sys­te­men, an dem Haupt als Haupt­ge­sell­schaf­ter be­tei­ligt ist, hat sich ca. 800 m2 ge­si­chert. Auf die­ser Flä­che er­öff­net die Ge­sell­schaft ein Fit­ness­zen­trum, das auch von den Mie­tern des Hau­ses ge­nutzt wer­den kann. Im Zuge ihrer ge­plan­ten In­ter­na­tio­na­li­sie­rung hat sie im Nu­Of­fice neben der Ad­mi­nis­tra­ti­on zudem ihre neu ge­schaf­fe­ne Milon In­ter­na­tio­nal Aca­de­my un­ter­ge­bracht. Der Show­room mit den Mi­lon-Zir­keln wird Schu­lungs­zen­trum für die glo­ba­len Mi­lon-Part­ner welt­weit. Die wei­te­ren Miet­flä­chen sind nach An­ga­ben des In­ves­tors so fle­xi­bel plan­bar, dass jeder Mie­ter ent­spre­chend der ge­wünsch­ten Größe sein Wunsch­mo­dell er­hält, das er für durch­schnitt­lich 16 Euro/m2 mie­ten kann. Auch ist in dem En­sem­ble ein Gas­tro­no­mie­be­reich mit 150 bis 200 Sitz­plät­zen ge­plant. Für die Pkws der Mie­ter ste­hen 123 Stell­plät­ze zur Ver­fü­gung.

Die Fer­tig­stel­lung des ers­ten Bau­ab­schnitts ist für Ende 2012 vor­ge­se­hen. An­fang 2013 möch­te Haupt den zwei­ten Bau­ab­schnitt des Nu­Of­fice an­ge­hen. Jeder Ab­schnitt soll 35 Mio. Euro kos­ten.

 

NuOffice verwirklicht Energieziele von 2100

Drei Ge­bäu­de mit je 11.000 m2 er­rich­tet die Hu­bert Haupt Im­mo­bi­li­en Hol­ding in der Park­stadt Schwa­bing. Bild: Hu­bert Haupt Immobilien Hol­ding


München, 04.08.2011 (Quelle: Immobilien Zeitung, Albert Engelhardt und Christine Ryll, Ausgabe IZ 31/2011, Seite 23, http://www.immobilien-zeitung.de/111101/nuoffice-verwirklicht-energieziele-von-2100)

 

Weitere Informationen unter www.nuoffice.de.